Was Depressionen mit dem Darm zu tun haben

Was Depressionen mit dem Darm zu tun haben

Melanie Budde - Medizinisch wissenschaftl. Abteilung
4 Minuten Lesedauer

Die Tage werden im Herbst und Winter immer kürzer und dunkler. Das schlägt dem einen oder anderen aufs Gemüt und viele Menschen leiden unbewusst an Depressionen. Aber nicht nur das Wetter kann Ihre Psyche beeinflussen, sondern auch Ihre Darmbakterien. Was Ihre Darmbakterien mit Ihrer Stimmung oder sogar mit Depressionen zu tun haben und was Sie dagegen machen könnenerfahren Sie in diesem Blogbeitrag. 

Die Darm-Hirn-Achse – Die Verbindung zwischen Darm und Gehirn 

Der Darm kommuniziert mit Ihrem Gehirn über die Darm-Hirn-Achse, aber auch das Gehirn „spricht“ mit Ihrem DarmBei der Darm-Hirn-Achse handelt es sich um Nervenbahnen, die vom Darm zum Gehirn führen und umgekehrt. Die meisten Nervenimpulse werden allerdings vom Darm zum Gehirn gesendet.  

Studien deuten darauf hin, dass die Psyche negativ beeinträchtigt werden kann, wenn bestimmte Bakterienstämme im Darm fehlen. Dies steht im engen Zusammenhang mit Depressionen, Angstzuständen und vermehrtem Stress. Diese Bakterien haben zudem einen starken Einfluss auf unser Essverhalten, denn sie steuern unterbewusst unseren Appetit.
Zu den wichtigen Bakterienstämmen, die im Zusammenhang mit der Darm-Hirn-Achse stehen, zählen Lactobacillus 
acidophilus, Lactobacillus helveticus, Lactobacillus casei, Lactobacillus plantarum, Lactobacillus paracasei und Bifidobacterium longum. 
Sie beeinflussen die Aktivität des Gehirns und können Auswirkungen auf Ihre Psyche haben.
 Die Darmbakterien beeinflussen die Ausschüttung von Stresshormonen und die Produktion unseres Glückshormons Serotonin, das unsere Gefühle und Launen steuert. Zudem kann es antidepressiv wirken und sogar den Schlaf positiv fördern. Stress kann zudem dazu führen, dass unsere schützende Darmbarriere nicht mehr einwandfrei funktioniert und schädliche Stoffe in unseren Körper gelangen. Fachleute sprechen bei dieser Problematik von einem Leaky-Gut-Syndrom. 

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Was Sie für ein gesundes Darmmikrobiom (Darmflora) und eine ausgeglichene Psyche tun können 

Ernähren Sie sich vielseitig und vollwertig, idealerweise mit viel biologisch angebautem Gemüse, Obst, ballaststoffreichem Getreide, sowie Samen, Körnern und Nüssen. Gesunde Fette, wie z.B. in Olivenöl enthalten sind, sollten nicht fehlen.  
Trinken Sie mindestens 2 Liter am Tag und verwenden Sie dafür möglichst stilles Wasser oder ungesüßten Tee. Diese Trinkmenge ist besonders wichtig, wenn Sie Ballaststoffe zu sich nehmen. Verzichten Sie zudem auf Fertigprodukte, Fast Food und Süßigkeiten, da diese Entzündungsprozesse im Körper fördern können und Futter für die „schlechten“ Bakterien im Darm sind. Fermentierte Produkte wie Miso, eingelegtes Gemüse oder Kimchi können Ihr Darmmikrobiom ebenfalls positiv beeinflussen. 

Die Einnahme von speziellen probiotischen Präparaten fördert die Darmgesundheit zusätzlich. Durch die gleichzeitige Einnahme von Präbiotika (Ballaststoffen), wie Akazienfasern oder Inulin verstärken Sie die Wirkung der Probiotika noch einmal deutlich. Präbiotika dienen als Futter für unsere "guten" Darmbakterien fördern somit zusätzlich unsere Darmgesundheit.   

 

Fazit

Depressionen, Stress und Angstzustände lassen sich nicht immer vermeiden, jedoch kann man mit einer ausgewogenen und ballaststoffreichen Ernährung, sowie prä- und probiotischen Präparaten den Darm stärken und so positiv auf die Darm-Hirn-Achse wirken.   

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