Präbiotika, Probiotika und Postbiotika

Präbiotika, Probiotika und Postbiotika

Inga Riffelmann - Medizinisch wissenschaftl. Abteilung
5 Minuten Lesedauer

Präbiotika, Probiotika und Postbiotika finden sich zurzeit in einer Vielzahl von Artikeln, Studien und Informationsportalen im Internet. Menschen, die sich in diesem Kontext nicht auskennen, sind schnell verwirrt. Dieser Blogbeitrag erklärt die Unterschiede und worauf man achten sollte.  

Der Begriff Probiotika 

Der Begriff Probiotika setzt sich aus dem lateinischen pro= für und dem griechischen Wort bios= Leben zusammen. Probiotika sind nach einer Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Mikroorganismen, welche einen Gesundheitseffekt auf einen Wirt ausüben, sobald sie aktiv in einer großen Anzahl zugeführt werden. Wenn man diesen Kontext einfacher ausdrückt, dann handelt es sich um Bakterien, die uns helfen unsere Gesundheit zu erhalten.  

Bakterien sind überall!  

 

Das Wort Bakterien lässt die meisten Menschen zurückschrecken. Aber Bakterien sind per se nicht krank machend, denn viele erhalten unsere Gesundheit. Jörg Blech schreibt auf die Frage: Wer wir sind? „Wir sind viele!“ Und diese Aussage trifft es ziemlich genau. Jeder Bereich unseres Körpers ist mit guten Bakterien besiedelt. Sie übernehmen Stoffwechselfunktionen, Zellfunktionen und auch Schutzfunktionen für unseren Körper. Neben der Bildung von Vitaminen und Aminosäuren, unterstützen sie Wachstum und Regeneration von Zellen und verhindern die Ansiedlung von krankmachenden Bakterien. Dem Immunsystem helfen sie bei der Produktion von entzündungshemmenden Botenstoffen.  

Besiedlung und Dysbiose 

Der Grundstein für die Besiedlung wird bereits während der Schwangerschaft gelegt. Anschließend hat der Geburtsvorgang und das Stillen einen enormen Einfluss auf die Besiedlung. Die Kolonisierung schreitet voran, bis sie ab dem achten Lebensjahr weitestgehend stabil bleibt und sich erst wieder ändert, sobald physiologische Prozesse im höheren Lebensalter zu einer Veränderung der Bakterienbesiedlung führen. Allerdings führen auch äußere Einflüsse wie der Einsatz von Medikamenten, eine ungesunde Ernährung, Stress und sitzender Lebensstil für ein Ungleichgewicht dieses sensiblen Systems. Nun spricht man von einer Dysbiose.  

Probiotika effizient einsetzen  


Nun sollte der Einsatz eines Probiotikums erfolgen. Denn die Bakterienstämme, die in verschiedenen Darreichungsformen angeboten werden, unterstützen unsere körpereigenen Bakterien. Dabei sollte man darauf achten, dass die Bakterien in einer hohen Anzahl im Darm ankommen. Qualitativ hochwertige Präparate schützen ihre Bakterien mit einer speziellen Mikroverkapselung (pflanzliche Ummantelung der einzelnen Bakterien) geschützt. Somit überstehen die Bakterien Magen- und Gallensäuren und kommen effektiv in einer hohen Anzahl im Darm an. Der Einsatz der probiotischen Bakterien ist mittlerweile in jeder Altersstufe ein Thema. Denn die Kleinsten bekommen schon mehr Antibiotikagaben als ältere Menschen. Eine Dysbiose kann langfristig zu schwerwiegenden Erkrankungen wie Asthma, Neurodermitis, Verdauungsprobleme, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, neurologische Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, etc. führen 

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Was sind Präbiotika? 

Präbiotika sind unverdauliche Lebensmittelbestandteile, über die sich unsere Dickdarmbakterien ganz besonders freuen. Normalerweise werden die Lebensmittel, die wir zu uns nehmen, mittels der Magensäure angedaut und die einzelnen Moleküle werden im Dünndarm aufgenommen und zu den Zellen transportiert. Unverdauliche Lebensmittelbestandteile sind auch unter der Bezeichnung Ballaststoffe bekannt. Ballaststoffe können nicht im Dünndarm aufgenommen werden, sondern werden in den Dickdarm transportiert. Hier verwerten unsere Dickdarmbakterien die Nährstoffe und es entstehen kurzkettige Fettsäuren und Gase. Jeder kennt das Gefühl eines aufgeblähten Bauchs nach Rohkost-Verzehr! Aber dies ist gar nicht so schlimm, denn die Bakterien haben sich sehr über diese zusätzlichen Ballaststoffe gefreut und Sie haben damit einen enormen Beitrag für Ihre Gesundheit geleistet, wie Sie weiter unten feststellen werden!  

Vorkommen von Präbiotika 

Wichtige Ballaststoffquellen für unsere Darmbakterien sind beispielsweise Fructo-Oligosaccharide und Inulin. Ein hoher Gehalt an Inulin befindet sich in Chicorée, Topinambur, Schwarzwurzeln oder Pastinake. Fructo-Oligosacharide befinden sich vor allem in Obst- und Gemüsesorten. Auch die resistente Stärke ist eine gute Nährstoffquelle für unsere Bakterien. Resistente Stärke bildet sich nach dem Abkühlen von gekochten Kartoffeln, Reis oder Nudeln. Der Verzehr von Vollkornprodukten und Nüssen lässt unsere Darmbakterien ebenfalls wachsen und gedeihen.  

Postbiotika 

Postbiotika sind Stoffwechselprodukte der Bakterien. Sobald die Bakterien Nahrung umsetzen, entstehen kurzkettigen Fettsäuren. Experten sprechen von Buttersäure (Butyrat)Propionsäure (Propionat) und Essigsäure (Acetat). Diese kurzkettigen Fettsäuren bauen die Darmzellen wieder auf und regenerieren sie. Wissenschaftler unterstellen diesen Stoffwechselprodukten ein großes PotenzialPropionsäure wird beispielsweise bei Menschen mit MS-Erkrankungen eingesetzt, um weitere Erkrankungsschübe zu verhindern.  

 

Fazit 

Probiotika sind lebende Bakterien, die in einer hohen Anzahl die körpereigenen Bakterien unterstützen und einen positiven Gesundheitseffekt auslösen. Präbiotika dienen den Bakterien als Nahrung, denn es sind unverdauliche BallaststoffeSobald die Probiotika ausreichend Präbiotika zur Verfügung gestellt bekommen, entstehen PostbiotikaPostbiotika sind die Stoffwechselprodukte der Bakterien (=kurzkettige Fettsäuren Buttersäure, Propionsäure und Essigsäure), die wiederum die Darmepithelzellen aufbauen und regenerieren.   

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