Der Begriff „Darmflora“ bezeichnet die Bakterienbesiedlung in unserem Verdauungstrakt und ist den meisten Lesern mittlerweile allgemein bekannt. Er ist häufig in Zeitschriften, Büchern und Internetartikeln zu finden. Der Begriff wurde bereits vor mehr als 120 Jahren geprägt, ist jedoch aus fachlicher Sicht vollkommen falsch.
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Darmaufbau-Paket Prä+Pro
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In früheren Zeiten dachte man, dass Bakterien und viele weitere Mikroorganismen zu den Pflanzen, also der „Flora“, gehören. Mittlerweile weiß man jedoch, dass Bakterien innerhalb des Systems der Lebewesen zu einer eigenständigen Domäne (Rangstufe) gehören und keine Gemeinsamkeiten mit Pflanzen aufweisen.
In unserem Darm findet man eine unglaublich hohe Anzahl von Bakterien, Viren, Pilzen und weiteren Kleinstlebewesen. Allein die Anzahl der Bakterien ist so groß wie die unserer gesamten Körperzellen. Der Dickdarm bildet dabei den Ort mit der weltweit höchsten Besiedlungsdichte.
Um die Gesamtheit unserer Bakterien korrekt zu bezeichnen, gibt es zwei Begriffe: „Mikrobiota“ und „Mikrobiom“.
Diese beiden Begriffe setzen sich langsam, aber stetig in Wissenschaft und Gesellschaft durch und werden den veralteten Begriff „Darmflora“ in den kommenden Jahren vollständig ablösen.
Der Begriff „Mikrobiota“ bezeichnet die Gesamtheit der Mikroorganismen in einem bestimmten Bereich des Körpers. Als „Mikrobiom“ wird hingegen das Erbgut – also die genetische Ausstattung – der Mikrobiota bezeichnet. Mittlerweile werden beide Begriffe jedoch häufig gleichbedeutend für unsere bakterielle Besiedlung verwendet.
Der menschliche Körper ist vollständig mit Bakterien und anderen Kleinstlebewesen besiedelt. Neben der Darmmikrobiota besitzen wir auch eine Haut-, Mund-, Lungen- und Vaginalmikrobiota.
Diese kleinen Helfer sind von besonderer Bedeutung für unseren Körper, denn ohne sie könnten wir nicht einwandfrei funktionieren.
Sie wehren Krankheitserreger (Pathogene) ab, schützen die Darmschleimhaut und sorgen für eine effiziente Verwertung unserer Nahrung.