Wie Aminosäuren bei Darmentzündungen helfen

Wie Aminosäuren bei Darmentzündungen helfen

Dominik Hoffmann

Aminosäuren – die Bausteine des Lebens

Aminosäuren sind die Bausteine unseres Lebens, denn nahezu jede Funktion unseres Körpers benötigt Aminosäuren. Insgesamt gibt es 21 verschiedene Aminosäuren, aus denen Eiweiße gebildet werden. Diese Eiweiße sind essenziell für Zellen, Hormone, Muskeln sowie Sehnen.

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Unterscheidung von Aminosäuren

Aminosäuren werden in essentielle, semi-essentielle und nicht-essentielle Aminosäuren unterteilt. Essentielle Aminosäuren kann der Körper nicht selbst herstellen, sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Dazu zählen: L-Tryptophan, L-Leucin, L-Lysin, L-Valin, L-Phenylalanin, L-Isoleucin, L-Threonin und L-Methionin.

Semi-essentielle Aminosäuren werden insbesondere in besonderen Lebenssituationen wie Schwangerschaft oder Leistungssport vermehrt benötigt. Nicht-essentielle Aminosäuren kann der Körper selbstständig synthetisieren.

Aminosäuren für den Darm

Erfahrungsheilkunde und klinische Studien zeigen, dass die Einnahme von Aminosäurepräparaten den Aufbau und die Regeneration der Darmschleimhaut unterstützen kann. Die Mikrobiota (veraltet: Darmflora) kann sich besser an der Darmschleimhaut anheften und so zur Unterstützung des Immunsystems beitragen.

Der Wissenschaftler Prof. Dr. Mattner und sein Team von der Universität Erlangen konnten zeigen, dass die Aminosäure L-Arginin die Zusammensetzung der Mikrobiota beeinflusst. Ein L-Arginin-Mangel führt zu einer vermehrten Ansammlung von Entzündungszellen in der Darmwand und kann Darmentzündungen begünstigen.

Eine erhöhte Zufuhr von L-Arginin wirkt sich hingegen günstig auf die Mikrobiota aus und kann die Rückbildung entzündlicher Prozesse im Darm beschleunigen.

Darmbakterien bilden Polyamine

Polyamine sind Stoffwechselprodukte von Aminosäuren, wirken entzündungshemmend und unterstützen das Immunsystem. Bei höheren Konzentrationen von L-Arginin finden sich auch im Darmlumen vermehrt Polyamine, die von Darmbakterien gebildet werden.

Diese Polyamine aktivieren schützende Gene für Darmepithelzellen und Blutgefäße. Bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen werden vermehrt L-Arginin-verbrauchende Enzyme gefunden. Daher gilt L-Arginin als vielversprechender therapeutischer Ansatz bei entzündlichen Darmerkrankungen.

Fazit

Aminosäuren spielen eine zentrale Rolle für den Körper und die Darmgesundheit. Sie unterstützen die Schleimhäute und deren Regeneration. Eine besondere Bedeutung kommt dabei L-Arginin zu, da diese Aminosäure die Mikrobiota positiv beeinflussen und entzündliche Prozesse im Darm reduzieren kann.

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Quelle: idw-online.de – Forschungsbericht zu L-Arginin und Darmentzündungen

Über den Autor/die Autorin

Dominik Hoffmann

Dominik Hoffmann ist Diplom-Biologe und wissenschaftlicher Leiter bei HLH BioPharma. Mit seiner langjährigen Erfahrung in den Bereichen Humanbiologie, Mikrobiomforschung und angewandte Gesundheitswissenschaft verbindet er biologische Grundlagen mit innovativen Produktkonzepten. In seiner leitenden Funktion verantwortet er die wissenschaftliche Entwicklung und Bewertung von Nahrungsergänzungsmitteln sowie mikrobiologischen Präparaten. Sein Anspruch: fundierte Wissenschaft in alltagsnahe Lösungen zu übersetzen – für mehr Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität.

Portraitaufnahme von Dominik Hoffmann