Ernährung – Gefahr für den Darm?

Ernährung – Gefahr für den Darm?

Inga Riffelmann

Eine einseitige, ballaststoffarme Ernährung kann der Darmmikrobiota (früher: Darmflora) nachhaltig schaden und ein Ungleichgewicht begünstigen. Dieses Ungleichgewicht kann zur Entstehung verschiedener Erkrankungen beitragen.

Viele Erkrankungen des menschlichen Verdauungstrakts werden heute mit Störungen der Darmmikrobiota in Verbindung gebracht. Nicht nur das Reizdarmsyndrom mit Blähungen und diffusen Bauchschmerzen geht häufig mit Veränderungen der Mikrobiota einher, sondern auch sogenannte Zivilisationskrankheiten wie Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

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Veränderung der Vielfalt

Der westliche Ernährungsstil mit vielen hochverarbeiteten, zuckerhaltigen und ballaststoffarmen Lebensmitteln gilt als wesentlicher Faktor für die Abnahme der Darmbakterienvielfalt. Studien zeigen, dass bei ballaststoffarmer Ernährung sowohl die Vielfalt als auch die Anzahl der Darmmikroorganismen deutlich zurückgehen. In Tierversuchen konnte dieser Effekt bereits nachgewiesen werden.

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Warum Ballaststoffe?

Ballaststoffe sind unverdauliche Bestandteile der Nahrung und kommen vor allem in Vollkornprodukten sowie pflanzlichen Lebensmitteln vor. Während der Verdauung werden sie von Darmbakterien fermentiert und dienen dabei als wichtige Nahrungsquelle für „gute“ Mikroorganismen. Dadurch können sich diese vermehren und gesundheitsfördernde Prozesse unterstützen. Gleichzeitig wird die Darmbarriere gestärkt, Entzündungen können reduziert und die Verdauung gefördert werden.

Fazit

Eine langfristig einseitige Ernährung kann das Gleichgewicht der Darmmikroorganismen nachhaltig stören. Dabei können sich entzündungsfördernde oder krankmachende Bakterien vermehren und ungünstige Prozesse begünstigen.

Eine abwechslungsreiche, ballaststoff- und vitaminreiche Ernährung in Kombination mit regelmäßiger Bewegung kann einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung einer gesunden Darmmikrobiota leisten.

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Quellen

  • Sonnenburg E. D., Smits S. A. et al. (2016): Diet-induced extinctions in the gut microbiota compound over generations, Nature
  • Mack I. (2022): Mikrobiom und Inflammation bei Adipositas, Springer Link

Über den Autor/die Autorin

Inga Riffelmann

Inga Maria Riffelmann ist Heilpraktikerin, Biologisch-Technische Assistentin (BTA) und zertifizierte Ernährungsberaterin. Mit ihrer breit gefächerten Ausbildung vereint sie naturheilkundliche Kompetenz mit fundiertem naturwissenschaftlichem Know-how. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei HLH BioPharma arbeitet sie an der Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis und bringt ihre Expertise insbesondere in die Entwicklung und Bewertung ernährungsmedizinischer Konzepte ein. Ihr besonderes Anliegen ist die ganzheitliche Gesundheit – stets mit Blick auf wissenschaftliche Grundlagen und individuelle Bedürfnisse.

Portraitaufnahme von Inga Riffelmann