Durchfall und Flüssigkeitsverlust
Besonders Durchfallerkrankungen gehen mit einem erhöhten Flüssigkeitsverlust einher. Es ist wichtig, viel zu trinken, da starker Durchfall dem Körper lebensnotwendige Elektrolyte (Salze) und Flüssigkeit entzieht.
Akuter vs. chronischer Durchfall
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen akutem und chronischem Durchfall (Diarrhö). Akuter Durchfall wird meist durch krankmachende Keime wie Salmonellen oder Noroviren ausgelöst und dauert ein bis zwei Tage. Chronischer Durchfall tritt über einen längeren Zeitraum immer wieder auf. Egal, ob akut oder chronisch: Eine im richtigen Verhältnis gemischte Zucker-Salz-Lösung gibt dem Körper rasch die nötigen Mineralstoffe zurück, die er für nahezu alle Stoffwechselvorgänge benötigt.
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Dehydrierung (Austrocknung) vermeiden
Die ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit ist die wichtigste Maßnahme, um eine Dehydrierung zu verhindern. Schon eine geringe Unterversorgung kann zu Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit und einer Verschlechterung des Allgemeinbefindens führen.
Tipps gegen Dehydrierung
Viel trinken – aber das Richtige: Kohlensäurefreie oder kohlensäurearme Mineralwässer mit hohem Mineralstoffgehalt eignen sich besonders. Auch Gemüsebrühe kann Elektrolytverluste ausgleichen. Auf Milch und Alkohol sollte verzichtet werden.
Selbstgemachte Elektrolytlösung nach WHO:
- Ca. 4 Teelöffel Traubenzucker
- 3/4 Teelöffel Kochsalz (Natriumchlorid)
- 1 Teelöffel Backpulver (Natriumhydrogencarbonat)
- 1 Tasse Orangensaft (Kaliumchlorid)
- Alles in 1 Liter stillem Mineralwasser verrühren
Während des Durchfalls sollte ein Erwachsener ca. 2 Liter pro Tag trinken. Alternativ eignen sich Kräuter- oder Früchtetee. Die fertige Lösung ist im Kühlschrank bis zu 24 Stunden haltbar. Fertige Elektrolytlösungen aus der Apotheke können ebenfalls verwendet werden.
Fazit
Durchfall, der länger als einen Monat anhält und von Symptomen wie Fieber, Blut im Stuhl oder starkem Gewichtsverlust begleitet wird, sollte dringend ärztlich abgeklärt werden. Ansonsten gilt: ausreichend elektrolytreiche Flüssigkeit (ca. 2 Liter pro Tag) trinken und probiotische Produkte nutzen, um die Darmmikrobiota aufzubauen und den Stuhlgang zu regulieren.
Quellen:
E. Höfler, P. Sprengart, Aufl. 2, 2018: Praktische Diätetik – Grundlagen, Ziele und Umsetzung der Ernährungstherapie