Unterschied zwischen Probiotika & Antiobiotika

Unterschied zwischen Probiotika & Antiobiotika

Dominik Hoffmann

Die Geschichte von Antibiotika

Antibiotika sind lebensnotwendige Medikamente, stehen aber aufgrund möglicher Nebenwirkungen auch in der Kritik. Der Einsatz begann mit dem schottischen Arzt und Bakteriologen Alexander Fleming, der zufällig entdeckte, dass der Schimmelpilz Penicillium das Wachstum von Staphylokokken hemmte. 1942 kam Penicillin auf den Markt und ermöglichte die erfolgreiche Behandlung bakterieller Erkrankungen.

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Wirkung von Antibiotika

Viele Menschen erwarten immer noch ein Antibiotikum bei viralen Infekten, obwohl diese nur bei bakteriellen Erkrankungen helfen. Die Wirkungsweisen der Antibiotikagruppen sind vielfältig: Einige zerstören die bakterielle Zellwand, andere greifen direkt die Erbinformation (DNA) oder die Eiweißproduktion an.

Resistenzentwicklung

Auch wenn der Einsatz von Antibiotika im Veterinärbereich reduziert werden konnte, bleibt der Verbrauch im Humanbereich hoch. Dadurch treten zunehmend Antibiotikaresistenzen auf, was den Einsatz von Reserveantibiotika erhöht. Bakterien passen sich an Antibiotika an, tauschen Gene aus und entwickeln Überlebensstrategien. Letztendlich können alle Wirkstoffgruppen ausgeschöpft sein, sodass Antibiotika nicht mehr wirken.

Weitere negative Folgen

Die Resistenzentwicklung ist nur eine Folge. Antibiotika greifen oft die gesamte Darmflora an, ohne zwischen Krankheitserregern und nützlichen Bakterien zu unterscheiden. Wochen nach der Therapie können Durchfälle auftreten. Langfristig kann die Darmmikrobiota aus dem Gleichgewicht geraten, was zu einem sogenannten Leaky-Gut-Syndrom führt: Schädliche Stoffe wie Allergene oder Toxine gelangen durch eine gestörte Darmbarriere ins Blut, wodurch unterschwellige Entzündungen entstehen, die langfristig chronische Erkrankungen begünstigen.

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Kein Antibiotikum ohne Probiotikum

Experten empfehlen, bereits während einer Antibiotikatherapie Probiotika einzusetzen. Diese unterstützen die Wiederherstellung der Darmmikrobiota und verdrängen krankmachende Bakterien wie Clostridium difficile. Vorteil: Der Darm wird während der Antibiotikatherapie gestärkt, und Krankheitserreger können sich nicht ausbreiten. Die probiotische Therapie sollte begleitend erfolgen und auch nach Absetzen der Antibiotika fortgeführt werden.

Fazit

Antibiotika sind bei bakteriellen Erkrankungen unverzichtbar. Hohe Verordnungszahlen führen jedoch zu Resistenzen, da Bakterien sich anpassen. Um Schäden an der Darmmikrobiota möglichst gering zu halten, sollte jedes Antibiotikum von einem Probiotikum begleitet werden. Die biologisch aktiven Bakterien bauen die Darmmikrobiota wieder auf und verhindern die Anheftung krankmachender Bakterien.

Über den Autor/die Autorin

Dominik Hoffmann

Dominik Hoffmann ist Diplom-Biologe und wissenschaftlicher Leiter bei HLH BioPharma. Mit seiner langjährigen Erfahrung in den Bereichen Humanbiologie, Mikrobiomforschung und angewandte Gesundheitswissenschaft verbindet er biologische Grundlagen mit innovativen Produktkonzepten. In seiner leitenden Funktion verantwortet er die wissenschaftliche Entwicklung und Bewertung von Nahrungsergänzungsmitteln sowie mikrobiologischen Präparaten. Sein Anspruch: fundierte Wissenschaft in alltagsnahe Lösungen zu übersetzen – für mehr Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität.

Portraitaufnahme von Dominik Hoffmann