Probiotika – Ein Präventionsansatz für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED)

Probiotika – Ein Präventionsansatz für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED)

Dominik Hoffmann

Bis heute werden Zusammenhänge zwischen dem westlichen Lebensstil und damit verbundenen Ernährungsgewohnheiten wissenschaftlich diskutiert.

Das menschliche Darmmikrobiom umfasst alle Mikroorganismen, die den Darm besiedeln. Es gibt etwa zehnmal so viele Darmbakterien wie Körperzellen. Eine hohe Vielfalt und ein ausgewogenes Gleichgewicht der Darmbakterien sind entscheidend für die Gesundheit, da zahlreiche Stoffwechselprozesse von ihnen abhängig sind.

Man unterscheidet dabei zwischen „guten“ und „schlechten“ Darmbakterien.

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Entzündungshemmende Bakterien

Gute Mikroorganismen fördern entzündungshemmende Stoffwechselprozesse, unterstützen das Immunsystem und können der Entstehung von Krankheiten vorbeugen.

  • Der Milchsäurebakterienstamm Lactobacillus paracasei bildet das Enzym Lactocepin, das entzündungsfördernde Botenstoffe (Chemokine) abbaut. Bei chronischen Darmerkrankungen ist dieser Mechanismus häufig gestört, sodass Entzündungen aufrechterhalten werden.
  • Bifidobacterium bifidum fördert über Bestandteile seiner Zellwand die Bildung entzündungshemmender regulatorischer T-Zellen in der Darmwand und kann so Autoimmunerkrankungen und chronischen Entzündungen entgegenwirken.
  • Faecalibacterium prausnitzii, ein stark entzündungshemmendes Bakterium, ist bei Menschen mit Morbus Crohn häufig in verminderter Anzahl vorhanden.
  • Bifidobacterium adolescentis kann durch seine immunmodulierende Wirkung das Auftreten und den Verlauf von Colitis (Dickdarmentzündung) mildern.
  • Streptococcus thermophilus hemmt das Wachstum krankheitserregender Keime aus Lebensmitteln. Das Bakterium besitzt antimikrobielle, antioxidative Eigenschaften sowie eine hohe Säure- und Salzresistenz.

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Entzündungsfördernde Bakterien

„Schlechte“ Darmbakterien begünstigen entzündungsfördernde Stoffwechselprozesse, schwächen das Immunsystem und können Entzündungen, Infektionen sowie verschiedene Erkrankungen fördern.

  • Escherichia coli (enterohämorrhagisch) produziert Giftstoffe, die die Zellen der Darmschleimhaut schädigen.
  • Sutterella setzt Toxine frei, die Darmentzündungen fördern. Gelangen diese Bakterien in den Körper, können langfristig Erkrankungen wie Diabetes oder Adipositas begünstigt werden.
  • Methanobrevibacter produziert Methan, was Blähungen und Verstopfung fördern kann.

Probiotika

Die regelmäßige Einnahme biologisch aktiver Produkte kann eine sinnvolle Präventionsmaßnahme bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) sein. Probiotika können die Zusammensetzung der Darmflora positiv beeinflussen, Remissionsphasen verlängern und das Immunsystem stärken. Wichtige Vertreter sind Bifidobakterien und Lactobazillen.

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Fazit

Die Zusammensetzung des Darmmikrobioms ist individuell und wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst. Überwiegen entzündungsfördernde Mikroorganismen, können Probiotika einen wichtigen Beitrag leisten, um das Gleichgewicht der Darmflora zu fördern und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen vorzubeugen.

Hier finden Sie ein ausgewähltes Portfolio unserer Produkte.

Quellen

  • D. Biase, P. Lund (2015): Die Säureregulation von Escherichia coli und ihre Bedeutung für die Pathogenese – PubMed
  • J. Czichos (2018): Wie probiotische Darmbakterien Entzündungen hemmen
  • S. Evivie et al. (2020): Wirkungen von Streptococcus thermophilus auf lebensmittelbedingte Krankheitserreger
  • D. Haller et al. (2012): Mit Probiotika gegen Entzündungen
  • H. Jang et al. (2019): Wirkungen von Lactobacillus und Bifidobacterium adolescentis bei Colitis
  • R. Verma et al. (2018): Immunregulatorische Effekte von Bifidobacterium bifidum
  • T. Zhang et al. (2019): Akkermansia muciniphila als vielversprechendes Probiotikum

Über den Autor/die Autorin

Dominik Hoffmann

Dominik Hoffmann ist Diplom-Biologe und wissenschaftlicher Leiter bei HLH BioPharma. Mit seiner langjährigen Erfahrung in den Bereichen Humanbiologie, Mikrobiomforschung und angewandte Gesundheitswissenschaft verbindet er biologische Grundlagen mit innovativen Produktkonzepten. In seiner leitenden Funktion verantwortet er die wissenschaftliche Entwicklung und Bewertung von Nahrungsergänzungsmitteln sowie mikrobiologischen Präparaten. Sein Anspruch: fundierte Wissenschaft in alltagsnahe Lösungen zu übersetzen – für mehr Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität.

Portraitaufnahme von Dominik Hoffmann