Stress beginnt im Kinderzimmer

Stress beginnt im Kinderzimmer

Inga Riffelmann

Häufig sind Eltern gestresst und jagen von einem Termin zum nächsten. Dabei sollte genauer hingeschaut werden, denn eine aktuelle Studie zeigt, dass Stress bereits im Kinderzimmer beginnt. Eine Studie von Bepanthen in Kooperation mit der Universität in Bielefeld zeigt dazu erschreckende Fakten.

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Jedes sechste Kind und jeder fünfte Jugendliche sind betroffen

Von 1.100 Kindern und Jugendlichen zwischen 6-11 Jahren gaben 18% der Kinder und 19% der Jugendliche an, dass sie gestresst sind. Betroffene Kinder leiden bereits unter Versagensängsten, erhöhten Einschlafschwierigkeiten, Kopf- und Bauchschmerzen, sowie Müdigkeit. Studienleiter Professor Holger Ziegler warnt die Eltern auf diese „typischen Burn-out-Symptome“ zu achten.

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Gründe für das Stressempfinden

Betroffene Kinder und Jugendliche beschreiben, dass sie es als negativ empfinden, nicht selbstständig über Aktivitäten entscheiden zu dürfen und zu viel Freizeitstress zu haben. Zudem geben rund 82% der Kinder an, eine zu hohe Belastung im Haushalt zu haben, wie z.B. Behördengänge tätigen, die Erziehung der Geschwister zu übernehmen oder den Haushalt zu führen.

Eltern stehen unter gesellschaftlichen Druck

Werden die Eltern mit dieser Thematik konfrontiert, so glauben rund 87 Prozent, dass sie ihre Kinder nicht überfordern. Sie wollen das Beste für Ihre Kinder. Häufig erleben Eltern selbst einen hohen gesellschaftlichen Druck, den sie auf ihre Kinder übertragen. Daraus resultiert eine Stressspirale mit ernsthaften Folgen für die Kinder. Zorniges, aggressives und unzufriedenes Verhalten sollte Eltern sensibilisieren und den Termindruck der Kinder deutlich zu reduzieren.

Familiärer Stress in Zeiten der Corona-Pandemie

Seit März 2020 kommt die Corona-Pandemie hinzu. Durch Schulschließungen und signifikante Veränderungen in der täglichen Routine, Quarantänemaßnahmen und soziale Isolation zeigen Kinder und Erwachsene hohe Stress-Level und posttraumatische Belastungsstörungen. Diese äußern sich durch folgende Symptomatik: Ängste, Depressionen, starkes Schlafbedürfnis, reduzierter Appetit und emotionale Verhaltensänderungen. Die Situation der Eltern beeinflusst dabei auch die der Kinder.

Tipps für stressfreie Kinder

Zunächst helfen viele phytotherapeutische Präparate Kinder zu beruhigen. Vor allem Passionsblume, Lindenblüte und Zitronenmelisse haben sich bei Kindern etabliert. Diese drei Pflanzen wirken beruhigend, krampflösend, angstlösend und entspannend. Passionsblüte, Lindenblüte und Zitronenmelissenblätter erzielen schlaffördernde Wirkungen.

Eltern sollten ihre Erwartungen an die eigenen Kinder überprüfen und sich dabei von anderen Eltern nicht verunsichern lassen. Jedes Kind hat seinen eigenen Lernrhythmus und Druck führt häufig zu Gegendruck. Die eigene Neugier und Lernlust der Kinder sollte nicht durch Druck erstickt werden. Zudem benötigen Kinder Freiräume, in denen sie selbstbestimmt über Ihre Aktivitäten entscheiden können. Durch gemeinsame Planungen schafft man mehr Autonomie für das Kind. Eine vertrauensvolle und eine liebevolle, stabile Beziehung wirkt sich positiv auf das Verhalten der Kinder aus.
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Fazit:

Studien zeigen, dass Stress bereits im Kinderzimmer entsteht und Termindruck, sowie wenig Autonomie bei Kindern zu „Burn-Out-Symptomatik“ führt. Durch eine liebevolle, offene Beziehung mit mehr Selbstbestimmtheit, sowie phytotherapeutischen Präparaten kann man die Kinder fördern und Stress reduzieren.

In unserer Rubrik Kindergesundheit finden Sie ein ausgewähltes Sortiment an Produkten.

Quellen:

  • Cusinato et al. 2020: Stress, Resilience, and well-being in italian children and their parents during the COVID-19 Pandemic
  • International Journal of Environmental Research and Public Health, 2020; doi: 10.3390/ijerph17228297
  • Prof. Dr. Holger Ziegler et al. 2015: Stress-Studie 2015: Burn-Out im Kinderzimmer: Wie gestresst sind Kinder und Jugendliche in Deutschland?
  • Bepanthen Kinderförderung, https://www.bepanthen.de/kinderfoerderung/sozialforschung/stress-bei-kindern

Über den Autor/die Autorin

Inga Riffelmann

Inga Maria Riffelmann ist Heilpraktikerin, Biologisch-Technische Assistentin (BTA) und zertifizierte Ernährungsberaterin. Mit ihrer breit gefächerten Ausbildung vereint sie naturheilkundliche Kompetenz mit fundiertem naturwissenschaftlichem Know-how. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei HLH BioPharma arbeitet sie an der Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis und bringt ihre Expertise insbesondere in die Entwicklung und Bewertung ernährungsmedizinischer Konzepte ein. Ihr besonderes Anliegen ist die ganzheitliche Gesundheit – stets mit Blick auf wissenschaftliche Grundlagen und individuelle Bedürfnisse.

Portraitaufnahme von Inga Riffelmann